Unser Aufkleber darf in der Mutter aller Spelunken nicht fehlen
Unser Aufkleber darf in der Mutter aller Spelunken nicht fehlen

... und auf die Schnelle noch ne Fischfrikadelle!

von Janosch

 

8:21 Uhr…eine Uhrzeit bei der man sich an einem normalen Samstag noch mal umdrehen und den Fußballgott nen guten Mann sein lässt. Aber nicht wenn Schalke Auswärts Antritt und endlich wieder eine schöne Wochenendticket-Tour durch die Republik auf dem Programm steht!!! Und so starteten 04 RheinPOTT Kanaken mit Kaffee statt Bier in der Hand Richtung Bremen, um drei wichtige Punkte im Kampf um die CL Plätze abzuholen. Pünktlich um 9:04 wurde der Kaffee jedoch flott durch kaltes Becks ersetzt, was unter einer ersten taktischen Analyse des heutigen Gegners verbucht werden kann.


Nach einem ereignislosen Stopp in Münster, fanden wir am HBF Osnabrück eine Oase, wie es sie leider immer seltener gibt und in der die Wartezeit von 59 min wie im Fluge verstrich. Eine, nein, die Bahnhofsspelunke schlechthin!!! Gibt man bei Google den Suchbegriff „Bahnhofsspelunke“ ein, sollte gleich ein Bild von dieser versteckten Schönheit erscheinen. Im Starbucks und Mc Cafe Zeitalter schenkt diese kleine Insel Fußballfans auf der Durchreise Woche für Woche ein Zuhause, wie die unzähligen Aufkleber und Fanschals deutlich belegen! Kurzzeitig überlegte ich sogar, meine Karte zu verkaufen und das Spiel hier zu schauen, aber ausgerechnet ein älterer Bremenfan überzeugt mich mit seinem Tipp (1:6 für Schalke), dass ich es sich heute auf jeden Fall lohnen wird nach Bremen zu fahren.


Also ging es weiter und je näher wir Bremen kamen, desto königsblauer wurde der Himmel, was mich nun endgültig davon überzeugte, dass heute nichts schiefgehen kann. Bewaffnet mit weiteren Becks (die Taktikanalyse wurde nun immer ausgefeilter) ging es problemlos durchs Bremer Kneipen Viertel zum Stadion, wo dann aber der große Schock auf uns wartete. Franky, der mit seiner Frau bereits einen Tag früher angereist war und die letzten Schalker Siege herbeigekocht hatte, empfing uns mit leeren Händen am Stadion! Keine Fischfrikadellen, keine Flammkuchen mit Lachstreifen, keine „lokale Spezialitädde“ hatte der Koch des Erfolges der letzten Wochen vorbereitet! Eine Hiobatsbotschaft für alle Knappen, die wie ein Lauffeuer die Runde unter den mitgereisten Schalkefans machte. Diese Schockstarre übertrug sich leider auch auf die Mannschaft, wie sonst ist die Leistung der ersten Hälfte zu erklären?! Offiziell wird Horst Held später verkünden, Jens Keller habe in der Halbzeit richtig Ramba Zamba in der Kabine veranstaltet. Ich glaube, er hat einfach ne Runde Fischfrikadellen kommen lassen und behauptet, diese seien Frankys Werk. Auf jeden Fall kam die Mannschaft, wie verwandelt aus der Kabine und spielte, geimpft mit dem Selbstvertrauen aus Frankys Fischfrikadellen, Bremen an die Wand und gewann verdient mit 0:2. Auch die mitgereisten Fans drehten nun mächtig auf und waren klar Herr im Hause Weserstadion, kurzum, die zweite Hälfte hat richtig Bock gemacht!


Euphorisiert durch den Auswärtssieg ging es zurück auf die fast sechsstündige Rückfahrt nach Köln. Highlight dabei eindeutig die Entdeckung, dass Jürgen Vogel sich am Wochenende als Werder Fan aus Brandenburg ausgibt und so tut, als hätte er von einem Schauspieler namens Jürgen Vogel noch nie etwas gehört. Ganz miserable schauspielerische Leistung Herr Vogel! Gut dass es aufmerksame RPK-Leserreporter gibt :)  


Bleibt die abschließende Erkenntnisse: Jürgen Vogel hat keine Ahnung vom Fußball und Spiele werden neuerdings erst im Magen und dann aufm Platz entschieden!!!

Jürgen Vogel ist trotz der Niederlage seiner Bremer bester Laune
Jürgen Vogel ist trotz der Niederlage seiner Bremer bester Laune
Am improvisierten Taktikboard wird die Entstehung der Tore nachgestellt
Am improvisierten Taktikboard wird die Entstehung der Tore nachgestellt

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Rheinpott-Kanaken